Das Hilfswerk                                                                                   

AKTION STRASSENKINDER SALVADOR

gegründet 1990 vom Ruswiler Aloisio Brunner

  

Schäferbrief und Dank
Advent 2014


                 

 Guten Tag, bom dia, grüss Gott

 

Wieder stehen wir im Advent, der Zeit der Vorbereitung, der Zeit der Erwartung. Wir Christen erwarten „das Heil der Welt“, die Geburt Jesu, des Heilandes, mit dem ja die Zeit sich gewendet hat.

 

Was erwarten „meine Kinder“ in Salvador? Sie erwarten auch, dass die Zeit sich wendet, sie erwarten auch HEIL! Aber dieses Heil ist mehr profan. Sie möchten eine Zeit ohne Hunger, ohne Angst, ohne Abweisung und Abgrenzung, ohne Not. Sie erwarten die Zeit, die ihnen Achtung und Ehrfurcht – statt Furcht! – bringt.

 

Viel ist dazu notwendig, viel, um die Not zu wenden. Es braucht UNS. Liebe Leserinnen, liebe Leser, im vergangenen Jahr habt Ihr viel dazu beigetragen, damit wir die Not lindern, damit wir Not sogar (ein wenig und teilweise) haben wenden können. Spenden habt Ihr uns geschickt, Gebete habt Ihr zum Himmel gesandt … was alles noch mehr?! Für all das danken wir herzlich, ganz, ganz herzlich.

 

Es brauchte aber auch die Mitarbeit „unserer“ Kinder und Jugendlichen, „unserer“ Eltern und Betreuer und Mitarbeiter/Innen in Salvador. Sie helfen in einem Krankenzimmer, in einer unserer Küchen, an der Waschmaschine. Sie trösten, sie heilen …  Es ist stets eine grosse Freude zu sehen, mit welchem Eifer und welchem Geschick sie in unserer kleinen oficína einen Computer zerlegen und reinigen und flicken und aufrüsten, wie sie eine Uhr fast liebevoll auseinander nehmen, eine Krone ersetzen oder eine Batterie wechseln,  wie sie in unserer kleinen fábrica Sand und Zement und Wasser mischen und dann in Formen giessen und andern tags mit Freude und Stolz die fertigen Produkte präsentieren …. und oft zum Kindergarten tragen und den Kindern dort zeigen: Schaut, das hat euer papa gemacht …. Wir sind immer wieder betroffen, in welch erbärmlichen Zustand Kinder und Jugendliche zu uns kommen. Sie haben Hunger, sie haben Durst, sie sind verletzt, erbärmlich gekleidet, traurig, zornig, mutlos … Gut, dass wir ihnen helfen können. Wir weisen niemand ab. Alle sind willkommen, herzlich willkommen.

 

Liebe Leser, liebe Leserin, vielleicht spürt Ihr ein wenig die Freude, die uns begleitet und die über die Sorgen triumphiert: Weihnachtliche Freude: wir, die arbeiten, wir, die helfen – : IHR und WIR ALLE.

Frohe Weihnacht! Friede den Menschen guten Willens. Dann steht uns ein gesegnetes Jahr bevor.

 

Vergesst uns bitte nicht. Bleibt uns treu. Heft heilen, helft, die Not lindern. Bleibt uns treu in Freud und Leid.

Viele frohe Grüsse und eine herzliche Umarmung schickt Euer
Aloisio, im Advent 2014.